Vorsorge Todesfall – Was passiert eigentlich mit…

Vorsorge Todesfall

Autsch, da habe ich ein Thema ausgesucht. Aber mal ganz ehrlich, unwichtig ist es nicht! Auch wenn kaum jemand so richtig dran denken will, eigentlich könnte es jederzeit so weit sein. Grund genug, wie ich finde, sich Gedanken zu machen und einige Vorkehrungen zu treffen. Was passiert, wenn ich sterbe? Was passiert mit meinen sterblichen Überresten? Was mit meinem Besitz?

Bevor es so weit ist (Krankheit, Koma, usw)

Jeder kann in die Situation kommen, in der er selbst keine Entscheidungen mehr treffen kann. Dies trifft insbesondere zu, wenn man in einem Koma liegt oder das Gehirn, aufgrund eines Unfalls oder Krankheit, extremen Schaden genommen hat. In diesem Fall bedeutet das, dass man der Patientenverfügung nicht mehr zustimmen kann. Dies ist nötig, um den Ärzten das Recht zu geben, Behandlungen durchzuführen. Was passiert nun? Die Entscheidung wird von Angehörigen (Ehepartner, Kinder, Eltern) getroffen. Ob man damit einverstanden ist oder nicht.

Es ist daher sinnvoll, vorab eine Patientenverfügung zu erstellen, in der man genau definiert, wie man behandelt werden möchte, falls man nicht in der Lage sein sollte, Entscheidungen zu treffen.

Auf diese Weise hat man es selbst in der Hand, ob man darauf besteht, dass man am Leben gehalten wird, auch dann wenn Ärzte keine Chance auf Besserung sehen oder eben auch das Gegenteil.

Gründe für eine Entscheidung für und dagegen gibt es zahlreiche. Der eine denkt dabei an seinen Glauben, ein anderer an seine Familienangehörigen. Wichtig ist, dass man selbst die Entscheidung trifft.

Krank Entscheidung

Mein Körper (meine Entscheidung?)

Ob religiös oder nicht, jeder kann selber entscheiden, was mit seinem Körper geschieht, wenn er einmal nicht mehr da ist. Sprich, will man beerdigt werden oder kremiert. Im Weiteren kann man auch problemlos vorab bestimmen, wo man beerdigt werden soll, etwa neben einem Partner der bereits verstorben ist. Oder ob etwa die kremierte Asche an einen bestimmten Ort gebracht werden soll.

Tod Testament

Wer bekommt was?

Die Ägypter glaubten zwar, dass man gewisse Gegenstände im Leben nach dem Tod benötigt, im Allgemeinen kann aber davon ausgegangen werden, dass das so nicht funktioniert. Entsprechend liegt es auf der Hand, dass persönliche Gegenstände, Immobilien, Geld und finanzielle Werte nicht mehr benötigt werden. Diese Dinge gehen daher normalerweise im Form eines Erben an die Angehörigen über.

Der Staat versucht dieses Erbe nach gewissen Regeln aufzuteilen, doch das muss nicht sein. Als Besitzer seiner Güter kann jeder selbst bestimmen, was damit nach dem Tod passiert. Dazu muss ein sogenanntes Testament erstellt werden oder auch ein Erbvertrag.

Wie eine Studie zeigt, haben lediglich 25,8% der Befragten ein Testament erstellt. Bei fast 3/4 aller Personen würde also im Todesfall erstmal nicht klar sein, wer was bekommt.

Wem also etwas daran liegt, was mit dem eigenen Besitz nach dem Tod passiert, der ist dazu angehalten ein Testament zu erstellen. Ein Anwalt kann dabei helfen.

Statistik Testament

Mein digitales Leben

Ein Thema, mit dem sich vorherige Generationen noch nicht auseinandersetzen mussten, sind digitale Daten. Nicht nur Daten sondern ein ganzes Leben. Kaum jemand ist heute noch nicht berührt von der digitalen Welt. So gut wie jeder verfügt über diverse Konten, Profile und Daten, die im Web gespeichert sind. Doch was damit im Todesfall passieren soll ist schwer fragwürdig. Folgende Fragen sind wichtig:

  • Was soll mit meinen Accounts passieren? (Etwa Facebook oder Twitter)
  • Wer soll Zugang zu meinen Profilen erhalten?
  • Wie sollen diese Zugänge nach meinem Tod übermittelt werden?
  • Gibt es Daten, die gelöscht werden sollen?
  • Gibt es Dienste, die bezahlt werden müssen und sollen diese weiterlaufen? (Etwa eine Domain / Website)

Es gibt mittlerweile in diesem Bereich einige Services, die sich dem Thema angenommen haben. Sie ermöglichen es den Mitgliedern ein Online-Testament zu erstellen. Darin werden etwas Zugänge inklusive Passwörtern zu Profilen gespeichert und Anweisungen gegeben, was damit passieren soll. In der Praxis funktionieren die Services so, dass man alle paar Monate eine Email erhält, die man bestätigen muss. Reagiert man auf mehrere Nachrichten und Kontaktversuche nicht, wird davon ausgegangen, dass man gestorben ist. In diesem Falle werden die im Testament genannten Personen über die Profile informiert und es wird mitgeteilt, was damit passieren soll.

Insgesamt ein sehr spannendes Thema und eines, dass in Zukunft noch sehr an Wichtigkeit gewinnen wird.

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