Wandern im Bodetal im Harz

Wandern im Bodetal

Bode2 in Wandern im BodetalEine Wanderung durch den Gran Canyon des Harzes, wie das Bodetal liebevoll genannt wird, gehört für zu den Highlights eines jeden Harzbesuches. Das Bodetal beginnt bei Königshütte, dort wo die Kalte und die Warme Bode sich zusammenschließen und erstreckt sich bis nach Thale. Der schönste Teil des Tals liegt zwischen Thale und Treseburg. Dieses Stück ist eines der ältesten und schönsten Naturschutzgebiete, übrigens auch das größte Sachsen-Anhalts. Es wurde 1937 unter Naturschutz gestellt. Kein Wunder, hier finden einige Tiere und Pflanzen einen geschützten Lebensraum. Und auch die abwechslungsreiche Landschaft zwischen tiefen Schluchten und etliche Meter in die Höhe ragenden Felsen ist atemberaubend schön. Besonders im Sommer, wenn es recht heiß ist, ist ein Aufenthalt im Bodetal zwischen Wäldern und Felsen sehr angenehm. Die Temperatur ist generell circa 1,5 Grad geringer, als in den umliegenden Tälern.

Wanderwege und Highlights

Goethefelsen in Wandern im BodetalDie ersten Wanderwege wurden um 1820 gegründet. Der Wanderweg von Thale bis nach Treseburg ist Teil des Harzer Hexenstiegs und circa neun Kilometer lang und an einigen Stellen recht anspruchsvoll. Die Wege sind gut gesichert, sie sollten keinesfalls eigenmächtig verlassen werden. Das kann nicht nur den Lebensraum geschützter Tiere und Pflanzen stören, es bedeutet auch eine Gefahr für das eigene Leben. Wer durch das Bodetal wandert, befindet sich auf den Spuren von Johann Wolfgang von Goethe, der das Tal zwei Mal aufgesucht hatte. Besondere Wegpunkte der Wanderroute sind der Goethefelsen, die Teufelsbrücke, der Bodekessel und der Kronensumpf. Es gibt etliche Aussichtspunkte über dem Tal, die einen fantastischen Blick in die Schluchten bieten. Unter anderem sind das die Roßtrappe und der Hexentanzplatz. Beide Ziele sind von Thale aus gut zu erreichen.

Hexentanzplatz

Hexe in Wandern im BodetalDer Hexentanzplatz ist auf verschiedenen Wegen zu erreichen. Von Thale aus kann man hin wandern, mit der Seilbahn hinauffahren, aber auch mit dem eigenen PKW oder dem Bus ist er gut zu erreichen. Bei der Anreise mit dem Auto fallen Parkgebühren an. Der Hexentanzplatz ist ein circa 450 Meter über dem Meeresspiegel liegendes Felsplateau mit einer Gesamtfläche von ungefähr 60 Hektar. Der Hexentanzplatz hat seinen Besuchern neben einem wunderschönen Ausblick so einiges zu bieten und ist somit eines der beliebtesten Ausflugsziele im Ostharz.

Zu den Attraktionen zählen das Harzer Bergtheater, der Harzbob und der Tierpark. Auch Souvenirs können in einigen kleinen Geschäften gekauft werden. Vom Aufstieg kann man sich an einem der Verkaufsstände oder im Restaurant Berghotel stärken. Im Berghotel kann man sogar übernachten. Besondere Hingucker sind die zahlreichen Bronzefiguren. Bekannt ist der Hexentanzplatz vor allem für den Tanz in den ersten Mai, auch Walpurgisnacht genannt. Jedes Jahr am 30. April treibt es massenweise Menschen als Hexen und Teufel verkleidet hinauf, sie feiern dort bis zum Morgengrauen. Es gibt viele Sagen über den Hexentanzplatz.

Roßtrappe

Seilbahnen in Wandern im BodetalDer etwa 400 Meter über dem Meeresspiegel liegende Granitfelsen kann mit dem Sessellift, dem eigenen Fahrzeug, dem Linienbus oder zu Fuß erreicht werden. Auf dem Felsen befindet sich eine Vertiefung, die einem Hufabdruck gleicht. Dazu gibt es auch eine bekannte Sage. Brunhilde die Königstochter soll von dem Riesen Bodo verfolgt worden sein. Er wollte sie gegen ihren willen heiraten. Aus Angst wagte sie den Sprung vom Hexentanzplatz auf die gegenüberliegende Seite, die Roßtrappe. Dabei soll sich der Huf des Pferdes auf dem gegenüberliegenden Felsen tief in den Stein geprägt haben. Bodo fiel samt seines Rosses in den Fluss. Es soll dort als schwarzer Hund verwandelt noch heute die Krone der Prinzessin, die sie beim Sprung verlor, bewachen. Von der Roßtrappe gibt es einen fantastischen Ausblick nach unten ins Tal und auf den gegenüberliegenden Hexentanzplatz. Im Berghotel kann man sich stärken oder übernachten.

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