Erythrit als Zuckerersatz

Erythrit als Zuckerersatz

Erythritundstevia in Erythrit als ZuckerersatzSeit Jahren verwende ich Stevia zum Backen und für Süßspeisen und bin damit auch sehr zufrieden. Wir kaufen unser Stevia in einer puderzuckerähnlichen Form, es gibt es auch in einer zuckerähnlichen Form, allerdings habe ich das so noch nie ausprobiert. Bisher kam ich mit der Puderzucker-Konsistenz ganz gut klar, allerdings ist so nicht zum karamellisieren geeignet und auch wenn man Gewürzzucker bzw. Gewürzstevia (mit Zitrone, Vanille oder Ähnlichem) herstellen möchte, ist das nicht so, wie man es sich wünschen würde. Für diese Zwecke könnte man sich die Steviakristalle kaufen, aber ich habe vor Kurzem Erythrit zum Probieren gekauft. Das war ein Zufall, dass ich es entdeckt habe, als ich bei einem Onlinehändler etwas anderes kaufte. Für ein Kilo habe ich etwas über 6 Euro bezahlt. Zum Testen war es mir den Preis wert, denn Steviazucker kostet auch nicht weniger.

Der erste Eindruck

Als das Erythrit ankam, probierte ich es sofort und war erstaunt, wie süß das Ganze doch ist. Der Zuckeraustauschstoff sieht dem Zucker wirklich sehr ähnlich, aber er fühlt sich ein bisschen weicher an. Da gerade eine Bhuddafrucht reif war, erntete ich sie und machte einen Zitronenzucker, natürlich mit dem Zuckeraustauschstoff, ohne Industriezucker. Das war richtig lecker. Mit dem Zitronenzucker würzte ich beinahe alles, ganz gleich, ob es Salatdressings oder Süßspeisen waren, selbst zum Kuchenbacken eignete sich das Gewürz sehr gut. Die Süßkraft soll in etwa nur um die 75 % der von Zucker entsprechen. Da ich seit Jahren nahezu auf Zucker verzichte – die paar Ausnahmen wie Graved Lachs sind jetzt auch nicht unbedingt sehr süß – hat sich mein Geschmackssinn so weit verändert, dass ich richtig süße Sachen wohl nicht mehr runterbekommen würde. Ich finde die Süßkraft von Erythrit also vollkommen in Ordnung. Ob es sich zum Karamellisieren eignet, habe ich noch nicht herausgefunden. Das werde ich sicher bald nachholen und dann Walnüsse karamellisieren.

Was ist Erythrit?

Bei Erythrit handelt es sich um einen Zuckeralkohol, der durch Fermentation von Glukose entsteht. Geringe Mengen des Zuckeralkohols kommen in Lebensmitteln wie Trauben oder Birnen vor. Bekannt ist Erythrit auch unter dem Zusatzstoff E968. Es hat keine Kalorien und obwohl es aus Kohlehydraten besteht, wird es nicht verstoffwechselt, es hat also keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, sättigt lange und ist für die LowCarb-Ernährung geeignet. Erythrit gilt als gesundheitlich unbedenklich, es ist zahnfreundlich, nicht wie Zucker, der Kariesbakterien nährt. Im Gegensatz zu Birkenzucker treten hier kaum Magen-Darm-Beschwerden auf, es kann höchstens zu Blähungen kommen. Bisher habe ich nichts davon gemerkt, allerdings setze ich den Zuckerersatz auch sparsam ein.

Fazit: Im Großen und Ganzen ist es eine super Alternative zu Industriezucker. Zukünftig werde ich es hin und wieder dort wo es passt zum Süßen einsetzen. Der Kauf hat sich für also gelohnt.

 

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